25.04.2025
Am 13. und 14. Mai 2025 lädt Deutschland zum nächsten UN-Treffen zur Zukunft der Friedenssicherung nach Berlin ein. Bei einem gemeinsamen Pressebriefing in New York bekräftigten die Vereinten Nationen und die Bundesregierung am Donnerstag ihr gemeinsames Ziel, UN-Friedenssicherung an die wachsenden globalen Herausforderungen anzupassen.
„Friedenssicherung ist Multilateralismus in Aktion“, betonte Nils Hilmer, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. Deutschland wolle die internationale Konferenz nutzen, um den Mitgliedstaaten eine Plattform für konkrete Zusagen und neue Impulse zu bieten.
Auch Katharina Stasch, Leiterin der Abteilung für Internationale Ordnung und Rüstungskontrolle im Auswärtigen Amt, unterstrich die Bedeutung des Treffens: „Für viele sind die Blauhelme das Gesicht der UN. Friedenssicherung ist das Herzstück der Vereinten Nationen.“
Jean-Pierre Lacroix, UN-Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, verwies auf die aktuelle weltpolitische Lage: Es gebe heute mehr Konflikte als zu jedem anderen Zeitpunkt seit dem Zweiten Weltkrieg. Dennoch arbeiteten UN-Friedenskräfte häufig unter extremen Bedingungen – und seien für viele Menschen „der Unterschied zwischen Leben und Tod“.
Zum Berliner „UN-Peacekeeping Ministerial“ werden rund 1.000 Delegierte aus aller Welt erwartet, darunter Außen- und Verteidigungsminister sowie UN-Generalsekretär António Guterres. Neben politischen Zusagen stehen auch strategische Themen wie digitale Innovation, regionale Partnerschaften, der Umgang mit Desinformation und der Reformprozess „Pakt für die Zukunft“ auf der Agenda.