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UN-Generalsekretär warnt: Verlust der biologischen Vielfalt erfordert dringendes globales Handeln

UN News/Vibhu Mishra | An einem heißen Tag kühlt sich ein Tiger in einem Bach im Chitwan-Nationalpark in Nepal ab. Dank der Bemühungen der lokalen Bevölkerung und der Regierung hat sich die Tigerpopulation im Park erholt, doch die Art ist weiterhin stark gefährdet.

22.05.2025

Anlässlich des Internationalen Tags der Biodiversität am 22. Mai hat UN-Generalsekretär António Guterres die internationale Gemeinschaft eindringlich dazu aufgerufen, ihre Beziehung zur Natur grundlegend zu überdenken. Der Verlust der biologischen Vielfalt sei eine globale Krise, die kein Land ignorieren könne.

„Die biologische Vielfalt ist das Fundament des Lebens und ein Eckpfeiler nachhaltiger Entwicklung“, erklärte Guterres. Doch der Mensch zerstöre diese Vielfalt mit beispielloser Geschwindigkeit – durch Umweltverschmutzung, die Klimakrise, die Zerstörung von Ökosystemen und kurzsichtige Interessen, die eine nicht nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen fördern.

Der Generalsekretär warnte, dass eine Million Arten vom Aussterben bedroht seien und bereits 75 Prozent der Landökosysteme sowie zwei Drittel der Meeresumwelt durch menschliche Aktivitäten erheblich verändert wurden. Dies gefährde auch den Fortschritt bei acht der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

Guterres forderte die rasche Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Frameworks – einem internationalen Abkommen, das den Verlust der Natur bis 2030 stoppen und umkehren soll. Dazu gehören die Umsetzung nationaler Aktionspläne, die Bereitstellung von Finanzierung für den Naturschutz, das Umlenken schädlicher Subventionen sowie die Stärkung lokaler Gemeinschaften, indigener Völker, Frauen und Kinder.

„In Harmonie mit der Natur und nachhaltiger Entwicklung zu leben, ist der Weg zu einer besseren Welt für alle“, so Guterres. „Gehen wir ihn gemeinsam.“