Vertreter aus 196 Ländern und der Europäischen Union sind in Ulaanbaatar zur Eröffnung der 17. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP17) des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) zusammengekommen.
In den kommenden zwei Wochen werden Regierungen, Finanzinstitutionen, Unternehmen, Wissenschaftler und die Zivilgesellschaft daran arbeiten, praktische Lösungen voranzutreiben, neue Partnerschaften zu schmieden und Investitionen für die Renaturierung von Flächen und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürren zu mobilisieren, während die Vertragsparteien über Beschlüsse zu Dürren, Weideland, landwirtschaftlichen Flächen und Böden, der Mobilisierung von Ressourcen, der Einbindung des Privatsektors und der künftigen strategischen Ausrichtung des Übereinkommens verhandeln.
Es wird erwartet, dass die auf der UNCCD COP17 gefassten Beschlüsse, eingegangenen Partnerschaften und gestarteten Initiativen die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen nachhaltige Landbewirtschaftung, Landrenaturierung und Dürreresilienz in den kommenden Jahren stärken werden – und das zu einer Zeit, in der die Länder zunehmendem Druck durch Landdegradation, Wasserknappheit und Klimawandel ausgesetzt sind.
Landdegradation und Dürre kosten die Weltwirtschaft Schätzungen zufolge jährlich fast 900 Milliarden US-Dollar und betreffen bereits bis zu 40 Prozent der weltweiten Landfläche sowie 3,2 Milliarden Menschen. Seit dem Jahr 2000 haben Dürren um fast ein Drittel zugenommen und verursachen mittlerweile jährliche Verluste in Höhe von mindestens 300 Milliarden US-Dollar.

