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UN-Menschenrechtsbeobachter verurteilen tödliche russische Angriffe in der Ukraine

© Human Rights Monitoring Mission in Ukraine/Anastasiia Honcharuk | Rettungskräfte graben sich durch die Trümmer eines bombardierten Gebäudes in Kiew, Ukraine.

26.05.2025

Nach einer der schwersten Angriffsnächte seit Beginn der russischen Invasion hat die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe scharf verurteilt. Nach UN-Angaben kamen dabei mindestens 13 Zivilisten ums Leben, darunter drei Kinder. Weitere 65 Menschen wurden verletzt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag feuerte Russland nach Angaben ukrainischer Behörden mindestens 367 Raketen und sogenannte „loitering munitions“ (umherschweifende Munition) auf mehr als zehn Regionen des Landes ab – auch auf die Hauptstadt Kiew. Die UN warnen vor dem gezielten Einsatz schwerer Explosivwaffen in dicht besiedelten Gebieten. Solche Angriffe stellten eine „anhaltende tödliche Bedrohung für die Zivilbevölkerung“ dar, auch fernab der Frontlinien, so die Einschätzung der Beobachtermission.

„Mit mindestens 78 getöteten oder verletzten Menschen zeigt der Angriff erneut, welche verheerenden Auswirkungen solche Waffen in städtischen Gebieten haben“, erklärte Danielle Bell, Leiterin der UN-Beobachtermission. „Er reiht sich ein in die erschütternde Bilanz menschlichen Leids, die dieser Krieg seit mehr als zwei Jahren verursacht.“

Auch der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Matthias Schmale, zeigte sich betroffen: „Ich bin entsetzt, dass erneut Zivilpersonen – darunter Kinder – getötet wurden. In der gesamten Ukraine ist kein Ort mehr sicher. Häuser und zivile Infrastruktur wurden getroffen.“ Er dankte den Hilfsorganisationen und Einsatzkräften, die den Betroffenen umgehend zur Seite stehen. Schmale betonte abschließend: „Zivilisten dürfen niemals zur Zielscheibe werden.“