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UN warnen: 4-Billionen-Dollar-Finanzlücke bedroht globale Entwicklungsziele

© UNICEF/Vlad Sokhin | Keines der Ziele des SDG 6 zu Wasser und Sanitärversorgung wird erreicht. Weltweit haben über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr als drei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicheren Sanitäranlagen.

28.04.2025

Die Vereinten Nationen haben am Montag eindringlich vor einer dramatischen Finanzierungslücke von jährlich 4 Billionen US-Dollar gewarnt, die die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) gefährdet.

Bei einem hochrangigen Treffen am UN-Hauptquartier in New York forderten Generalsekretär António Guterres, Generalversammlungspräsident Philémon Yang und ECOSOC-Präsident Bob Rae entschlossenes Handeln.

Guterres betonte, dass steigende Handelsbarrieren und sinkende Hilfszusagen die internationale Zusammenarbeit bedrohten. „In einem Handelskrieg verlieren alle – besonders die verletzlichsten Staaten“, warnte er. Die SDGs seien „dramatisch vom Kurs abgekommen“, so der UN-Chef, und forderte, beim nächsten Gipfel zur Entwicklungsfinanzierung in Sevilla mutige Ergebnisse zu liefern.

Bob Rae wies auf die wachsende Schuldenkrise hin: Über drei Milliarden Menschen leben in Ländern, die mehr für Schuldzinsen als für Gesundheit oder Bildung ausgeben. Er rief zu einer faireren Schuldenarchitektur und offenen Handelssystemen auf.

Generalversammlungspräsident Yang ergänzte, dass in über 50 Entwicklungsländern mehr als zehn Prozent der Staatseinnahmen für Schuldendienst aufgewendet werden.

Guterres hob drei Prioritäten für Sevilla hervor: die Bewältigung untragbarer Schulden, die Stärkung multilateraler Entwicklungsbanken und die Erschließung nachhaltiger Finanzierungsquellen. Ziel sei es, den globalen Finanzrahmen grundlegend zu reformieren und Investitionen für eine nachhaltige Zukunft zu mobilisieren.