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Welternährungsbericht: Nur wenig Fortschritte bei Bekämpfung des Hungers

© UNRWA

Auf den ersten Blick klingt es nach guten Nachrichten: Die Anzahl hungernder Menschen ist letztes Jahr zurückgegangen, wie der Welternährungsbericht 2025 der Uno zeigt. Während im Jahr 2024 etwa 8,1 Prozent der Weltbevölkerung an Hunger litten, waren es letztes Jahr noch 7,8 Prozent. Damit setzt sich ein bereits seit einigen Jahren anhaltender Trend zu besserer Ernährung und weniger Hunger in den armen Regionen der Welt fort.

Diese Entwicklung bietet für die Uno aber keinen Anlass zur Beruhigung. Angesichts des anhaltenden weltweiten Bevölkerungswachstums fällt der Rückgang hungernder Menschen in absoluten Zahlen verhältnismässig gering aus: So waren letztes Jahr 645 Millionen Menschen von Hunger betroffen, 14 Millionen weniger als im Jahr 2024.

Vor allem Afrika betroffen

Besonders katastrophal gestalteten sich die Ernährungsbedingungen während der Corona-Pandemie: Um das Jahr 2020 stiegen die Hungerzahlen in fast allen Weltregionen drastisch. Seither konnten laut Uno aber insbesondere in Asien, Lateinamerika und der Karibik konstant Verbesserungen bei der Ernährung erzielt werden. So reduzierte sich der Anteil Menschen mit mittlerer bis schwerer Ernährungsunsicherheit in Asien von 2020 bis 2025 um über 5 Prozent.

Auch angesichts einer rasant wachsenden Bevölkerung weist Afrika damit zum ersten Mal die höchste absolute Zahl hungernder Menschen auf. So lebten in Afrika 2025 etwa 309 Millionen hungernde Menschen, verglichen mit 292 Millionen in Asien.

Problematisch ist laut dem Bericht auch, dass Nahrungsmittel in den letzten Jahren deutlich teurer geworden sind. So sind die durchschnittlichen Kosten für eine gesunde Ernährung im Jahr 2025 weltweit kaufkraftbereinigt auf 4,28 Dollar pro Tag gestiegen, verglichen mit 2,94 Dollar im Jahr 2017.

Etwa 2,69 Milliarden Menschen – fast ein Drittel der Weltbevölkerung – können sich keine gesunde Ernährung leisten, wie es in dem Bericht hießt. Während sich die Lage in Asien und Lateinamerika durch wachsende Kaufkraft leicht verbessert hat, hat sich diese Entwicklung in Afrika jüngst verschärft.

Weiterhin kommen aufgrund mütterlicher Mangelernährung zudem weltweit konstant viele Kinder mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht zur Welt; auch die Anzahl der Kinder mit ernährungsbedingten Wachstumseinschränkungen ist zuletzt nur schwach gesunken. Gleichzeitig stieg allerdings auch die Anzahl stark übergewichtiger Menschen deutlich.

Die Welt ist damit nicht auf dem Weg, auch nur eines der sieben von der Uno gesteckten globalen Ernährungsziele für das Jahr 2030 zu erreichen. Zu diesen gehört es etwa, die Anzahl von Kindern mit Übergewicht oder mit Wachstumseinschränkungen stark zu reduzieren.