123,2 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr weltweit auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg und Menschenrechtsverletzungen. Zu diesem Ergebnis kommt das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in seinem Weltflüchtlingsbericht, den es am Donnerstag veröffentlicht hat. Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen 2024 damit um rund sieben Millionen Menschen gestiegen – auf einen neuen Rekordwert.
„Jeder 67. Mensch auf der Erde ist gewaltsam vertrieben. Diese Zahl war nie höher“, fasst Katharina Thote, die deutsche Vertreterin des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, die Ergebnisse des Berichts in einem schriftlichen Statement zusammen. Hinter dieser Zahl stünden „Menschen, Männer, Frauen und Kinder“, die oft „alles verloren haben und dringend Unterstützung brauchen“.
Der Anstieg lässt sich dem Bericht zufolge insbesondere auf die erste Jahreshälfte zurückführen. Von Januar bis Juni 2024 seien 5,2 Millionen Vertriebene erfasst worden. In der zweiten Hälfte habe sich der Anstieg zwar fortgesetzt, mit einer Zahl von 1,8 Millionen Menschen aber deutlich verlangsamt.