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Welttag der Pressefreiheit: UN warnen vor neuen Bedrohungen durch KI, Zensur und Gewalt

UN Photo/Fardosa Hussein | Journalisten in Somalia nehmen an einer Pressekonferenz teil.

05.05.2025

Zum Welttag der Pressefreiheit haben die Vereinten Nationen vor zunehmenden Gefahren für Medienschaffende und den freien Zugang zu verlässlichen Informationen gewarnt. „Ein freier und unabhängiger Journalismus ist ein grundlegendes öffentliches Gut“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Freitag. „Die Freiheit der Menschen ist von der Freiheit der Presse abhängig.“

In einer Zeit wachsender Konflikte, sozialer Spaltung und rasanter digitaler Veränderungen sei Pressefreiheit wichtiger denn je, betonte auch der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk. Weltweit würden Journalist*innen bedroht, verfolgt, inhaftiert – oder gar getötet. Allein seit Jahresbeginn wurden laut UN-Angaben mindestens 20 Medienschaffende getötet, viele davon in Konfliktregionen wie Gaza.

Besondere Sorge bereitet den UN der zunehmende Einfluss Künstlicher Intelligenz. „KI kann ein Werkzeug sein – oder eine Gefahr“, so Türk. Algorithmen steuern heute, welche Informationen sichtbar sind – oft undurchsichtig und manipulativ. Staaten und Akteure nutzen diese Systeme zunehmend zur Überwachung, Einschüchterung und Verbreitung von Desinformation. Frauen in den Medien seien besonders stark betroffen.

Guterres erinnerte an die im letzten Jahr verabschiedeten Globalen Grundsätze für Informationsintegrität sowie den Globalen Digitalpakt, die konkrete Maßnahmen zur Stärkung von Pressefreiheit und Menschenrechten im digitalen Raum enthalten. Ziel sei ein Informationsökosystem, das auf Fakten, Vielfalt und Menschenwürde basiert.

„Wenn Journalist*innen ihre Arbeit nicht machen können, ist das ein Verlust für uns alle“, so Guterres. Die UN rufen Staaten auf, Pressefreiheit aktiv zu schützen – durch Sicherheit, Transparenz, faire Gesetze und digitale Verantwortung.