Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat vor einer akuten Hungerkrise in Äthiopien gewarnt, die Millionen Menschen bedroht. Insbesondere in den Regionen Somali, Oromia, Tigray und Afar liegen die Raten der Mangelernährung bei Kindern weit über den international definierten Notfallgrenzen. Die humanitäre Lage im Land spitzt sich dramatisch zu.
Das WFP unterstützt derzeit monatlich Millionen Menschen mit Nahrungsmitteln, Schulmahlzeiten und medizinischer Versorgung bei akuter Mangelernährung. Allein im ersten Quartal 2025 erhielten über drei Millionen Menschen Hilfe – darunter rund 740.000 Frauen und Kinder, die unter akuter Unterernährung litten.
Dem WFP fehlen aktuell mehr als 220 Millionen US-Dollar, um seine Programme bis September aufrechterhalten zu können. Ohne zusätzliche Mittel könnten 3,6 Millionen Menschen dringend benötigte Unterstützung verlieren. Auch Schulmahlzeiten für 470.000 Kinder und Hilfe für eine Million Geflüchtete sind laut WFP in Gefahr.
Zusätzlich warnt das WFP vor einem bevorstehenden Dürrezyklus im Südosten des Landes sowie vor steigenden Sicherheitsrisiken für humanitäre Helferinnen und Helfer. Die Vereinten Nationen rufen die internationale Gemeinschaft dringend zur Unterstützung auf.