Nach über drei Jahren intensiver Verhandlungen haben sich die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen Entwurf für ein internationales Pandemieabkommen verständigt.
Ziel des Abkommens ist es, die Welt besser vor künftigen Gesundheitskrisen zu schützen.
Der Entwurf wurde am Mittwochmorgen von einem zwischenstaatlichen Verhandlungsgremium (INB) in Genf finalisiert, das 2021 während der COVID-19-Pandemie ins Leben gerufen wurde.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach von einem historischen Moment und betonte die Bedeutung multilateraler Zusammenarbeit.
Der Entwurf für eine Vereinbarung sieht unter anderem Maßnahmen zur Stärkung nationaler Gesundheitssysteme und zur internationalen Zusammenarbeit bei der Prävention von Krankheitsausbrüchen vor und sorge dafür, dass Informationen schneller geteilt würden.
Das Abkommen wahrt die nationale Souveränität eines jeden Staates – es verleiht der WHO keine Befugnis, nationale Gesetze oder Maßnahmen anzuordnen.
Der Entwurf für eine Vereinbarung wird der Weltgesundheitsversammlung im Mai vorgelegt und soll beim Genfer Jahrestreffen der 194 Mitglieder der WHO verabschiedet werden.