15.04.2025
Zwei Jahre nach Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den ehemaligen Partnern, den Rapid Support Forces (RSF), sind 15 Millionen Kinder im Sudan auf humanitäre Hilfe angewiesen – fast doppelt so viele wie zu Beginn des Jahres 2023.
„Nach zwei Jahren eines verheerenden Krieges befindet sich der Sudan nach wie vor in einer Krise von erschütterndem Ausmaß, wobei die Zivilbevölkerung den höchsten Preis zahlt“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres.
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) warnt eindringlich vor einer zunehmenden Gewalt gegen Kinder, weiter eskalierendem Hunger, Krankheitsausbrüchen und massiven Vertreibungen.
Besonders alarmierend ist die Lage mit Blick auf die bevorstehende Regenzeit, die den Zugang zu betroffenen Gebieten zusätzlich erschwert. UNICEF berichtet von bestätigten Hungersnöten an mehreren Orten und einem signifikanten Anstieg schwerer Menschenrechtsverletzungen – darunter Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser – während sich zudem Krankheiten wie Cholera und Dengue-Fieber rasant ausbreiten.
Im vergangenen Jahr haben die Vereinten Nationen und ihre Partner mehr als 15,6 Millionen Menschen mit mindestens einer Form der Hilfe erreicht, erklärte Guterres anlässlich der Jährung des Konflikts. Doch der Bedarf sei nach wie vor überwältigend. Konflikte und Unsicherheit, gepaart mit bürokratischen Hindernissen und drastischen Mittelkürzungen, würden humanitäre Helfer davon abhalten, ihre Präsenz in vielen Gebieten, in denen Hilfe am dringendsten benötigt wird, zu verstärken.
„Ich bin zutiefst besorgt darüber, dass weiterhin Waffen und Kämpfer in den Sudan strömen, wodurch der Konflikt fortbesteht und sich über das ganze Land ausbreitet. Die Unterstützung von außen und der Zustrom von Waffen müssen aufhören.
Diejenigen, die den größten Einfluss auf die Parteien haben, müssen diesen nutzen, um das Leben der Menschen im Sudan zu verbessern – und nicht, um diese Katastrophe aufrechtzuerhalten.
Der Sudan hat für die Vereinten Nationen weiterhin höchste Priorität. Ich werde weiterhin mit den Führern der Region über Mittel und Wege sprechen, um unsere gemeinsamen Friedensbemühungen zu verstärken“, so Guterres abschließend.