Die Zusammenstöße zwischen beduinischen Stammeskämpfern, Truppen der Übergangsregierung und drusischen Milizen dauern in der südlichen syrischen Stadt Sweida bereits den vierten Tag an. Parallel griffen israelische Streitkräfte die syrische Hauptstadt Damaskus an. Angesichts der Eskalation meldete sich erneut UN-Generalsekretär António Guterres zu Wort.
„Der Generalsekretär ist beunruhigt über die anhaltende Eskalation der Gewalt in Sweida und verurteilt unmissverständlich jegliche Gewalt gegen Zivilisten“, erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch. Es war bereits der zweite Tag in Folge, an dem sich der UN-Generalsekretär António Guterres äußerte und dabei auf die steigende Zahl von zivilen Opfern sowie „Berichte über willkürliche Tötungen und Handlungen, die die sektiererischen Spannungen anheizen und das syrische Volk seiner Chance auf Frieden berauben“ hinwies.
Guterres verurteilte zudem die „eskalierenden Luftangriffe“ Israels auf Sweida, Daraa und das Zentrum von Damaskus sowie „Berichte über die Verlegung von Streitkräften durch die IDF auf den Golan“, die stark umkämpfte Bergregion an der Grenze zwischen den beiden Ländern.
Die Vereinten Nationen forderten Israel darüber hinaus auf, „jegliche Verletzung der syrischen Souveränität einzustellen“ und das Abkommen über den Rückzug der Streitkräfte von 1974 einzuhalten.
Guterres bekräftigte die Notwendigkeit, „einen glaubwürdigen, geordneten und integrativen politischen Übergang in Syrien im Einklang mit den Grundprinzipien der Resolution 2254 des Sicherheitsrates“ zu unterstützen. Er sprach dem syrischen Volk sein Beileid aus und wiederholte seine Forderung nach einer sofortigen Deeskalation der Gewalt, um den Zugang für humanitäre Hilfe zu erleichtern.