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10,3 Milliarden: Die Zahl der Menschen auf der Erde steigt weiter

© UNICEF/UNI779552/Ahmed Mohamd

Derzeit leben laut Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) rund 8,3 Milliarden Menschen auf der Erde – und es werden weiterhin mehr. Doch die Menschheit steuert auf einen Wendepunkt zu: Mitte der 2080er Jahre wird die Weltbevölkerung nach derzeitiger UN-Prognose mit rund 10,3 Milliarden Menschen ihren Höchststand erreichen.

In 63 Ländern und Gebieten wie Japan, Russland und China ist die Bevölkerung nach UN-Angaben bereits kleiner geworden. China könnte demnach bis zum Ende des Jahrhunderts sogar mehr als die Hälfte seiner heutigen Einwohnerzahl einbüßen.

Demgegenüber stehen 126 Länder vor allem in Afrika südlich der Sahara und Teilen Asiens, die wohl bis mindestens 2054 weiter wachsen werden. In einigen dieser Staaten wie der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria und Somalia wird sich die Einwohnerzahl zwischen 2024 und 2054 voraussichtlich sogar verdoppeln.

Welche Folgen haben die Entwicklungen?

In schrumpfenden und zugleich alternden Gesellschaften sinkt das Verhältnis von Erwerbstätigen zu Rentnern massiv. Dies setzt – wie in Deutschland – Renten- und Gesundheitssysteme unter erheblichen finanziellen Druck. Investitionen in Bildung und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung – etwa durch Automatisierung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz – sowie eine selektive Zuwanderung könnten dazu beitragen, den Arbeitskräftemangel teilweise auszugleichen.

Anders sieht es in Ländern aus, deren Bevölkerung derzeit noch schnell wächst. Dort leben relativ wenige ältere Menschen und sehr viele jüngere.