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UN-Hochkommissar für Menschenrechte verurteilt Gewalt zwischen Israel und Iran

Vor dem Hintergrund der eskalierenden Gewalt zwischen Israel und Iran hat der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, am Montag betont, dass seine Organisation die Situation sehr genau beobachte und in der Lage sei, innerhalb einer Stunde auf jeden nuklearen oder radiologischen Notfall zu reagieren.

Die Erklärung Grossis erfolgte nur wenige Tage nach einem Angriff auf die iranische Urananreicherungsanlage in Natanz. Trotz des Angriffs habe es „keine zusätzlichen Schäden“ an der Anlage gegeben, sagte Grossi.

„Die Strahlungswerte außerhalb der Anlage sind seit dem Angriff unverändert und auf normalem Niveau geblieben“, erklärte er weiter.

Allerdings seien durch den Angriff am Freitag oberirdische Einrichtungen, darunter Strominfrastruktur und Notstromaggregate, zerstört worden. Diese Schäden könnten laut Grossi auch die empfindlichen Zentrifugen zur Urananreicherung beeinträchtigt haben.

UN-Hochkommissar für Menschenrechte fordert sofortige Deeskalation

Auch der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, äußerte sich am Montag alarmiert zur Lage im Nahen Osten. Die massiven israelischen Luftangriffe auf Ziele im gesamten Iran am vergangenen Freitag hatten eine neue Eskalationsstufe im ohnehin angespannten Verhältnis der beiden Staaten eingeleitet.

„Die militärische Eskalation zwischen Israel und Iran ist zutiefst besorgniserregend“, sagte Türk gestern während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. „Ich schließe mich all jenen an, die zur Deeskalation und zu dringenden diplomatischen Verhandlungen aufrufen, um diese Angriffe zu beenden und einen Weg nach vorne zu finden. Ich fordere die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts durch beide Seiten, insbesondere den Schutz von Zivilisten in dicht besiedelten Gebieten.“

Die Entwicklungen kommen in einer Phase wachsender internationaler Besorgnis über eine mögliche Ausweitung des Konflikts, auch mit Blick auf nukleare Risiken und zivile Opfer.