UN-Menschenrechtskommissar Türk hat das harte Vorgehen der US-Einwanderungspolizei ICE kritisiert.
Er sei bestürzt über die inzwischen alltägliche Misshandlung und Herabwürdigung von Migranten und Flüchtlingen, erklärte Türk. Es dürfe nicht sein, dass durch ICE-Einsätze Familien auseinandergerissen würden. Türk beklagte, Menschen würden oft allein wegen der bloßen Vermutung festgenommen, dass sie Migranten ohne gültige Papiere seien. Wer es wage, die Razzien zu kritisieren oder friedlich dagegen zu protestieren, werde diffamiert und bedroht.
Vergangene Woche hatte die Festnahme eines Fünfjährigen bei einer Razzia in der Stadt Minneapolis für Empörung in den USA gesorgt. Zu Massenprotesten gegen die Einwanderungspolizei führten zudem die tödlichen Schüsse eines ICE-Mitarbeiters auf die unbewaffnete Renee Good in der Stadt sowie die Tötung des 37-jährigen Alex Pretti am Samstag.