Nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz hat UN-Generalsekretär António Guterres Deutschland als „starken und verlässlichen Partner der Vereinten Nationen“ gewürdigt. Guterres freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung und betonte, dass er die starke Partnerschaft mit Deutschland weiter vertiefen wolle.
Er bezeichnete Deutschland als „Pfeiler des Multilateralismus“, als engagierten Vorreiter im Bereich des Klimaschutzes sowie als wichtigen Akteur in den Bereichen Friedenssicherung, humanitäre Hilfe und Menschenrechte. Besonders würdigte er die Rolle Deutschlands bei der Ausrichtung des UN-Peacekeeping Ministerial 2025 – eine internationale Konferenz mit „außerordentlichem Erfolg“ – sowie beim humanitären Engagement in Syrien, im Libanon und im Sudan.
Mit Blick auf aktuelle globale Krisen erneuerte Guterres seinen Appell für einen sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand in der Ukraine, der den Weg für einen gerechten Frieden ebnen solle – im Einklang mit der UN-Charta und unter Achtung der territorialen Integrität der Ukraine. Ebenso forderte er in Bezug auf Gaza die umgehende Freilassung aller Geiseln, uneingeschränkten humanitären Zugang sowie ein sofortiges Ende der Gewalt in Gaza als Wegbereiter für eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung.
Darüber hinaus hob Guterres die Rolle Deutschlands bei der Vorbereitung auf die Klimakonferenz COP30 in Brasilien sowie auf die Finanzierungskonferenz in Sevilla hervor, bei der es unter anderem um Schuldenerleichterung und Reformen der globalen Finanzarchitektur gehen soll.
Zum Abschluss betonte Guterres die Bedeutung deutscher Führungsstärke in einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und erinnerte an das 80-jährige Bestehen der Vereinten Nationen in diesem Jahr. „Wir zählen auf Deutschland“, so Guterres, „um weiterhin für Solidarität und globale Lösungen einzustehen.“

