Bei der heutigen Eröffnung des United Nations Peacekeeping Ministerial 2025 in Berlin hat UN-Generalsekretär António Guterres die Friedenssicherung als Ausdruck der Stärke multilateraler Zusammenarbeit hervorgehoben.
Das hochrangige politische Forum vereint rund 1.000 Teilnehmende, darunter Außen- und Verteidigungsministerinnen und -minister aus etwa 60 Ländern. Es wird gemeinsam vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium der Verteidigung organisiert. In diesem Jahr steht die Gestaltung der Zukunft der Friedenssicherung sowie die Bewältigung der Herausforderungen moderner Friedenseinsätze im Mittelpunkt.
Ein nachhaltiger Beitrag für Frieden
Während der Eröffnungsveranstaltung gedachte Guterres mit einer Schweigeminute der im Dienst gefallenen Friedenskräfte.
„UN-Blauhelme sind das weltweit bekannteste Symbol für die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, Ländern auf dem Weg vom Konflikt zum Frieden zu helfen“, sagte Guterres in seiner Rede. „Sie sind auch ein klarer Beweis für die Macht multilateralen Handelns, Frieden zu sichern, zu schaffen und zu erhalten.“
Der Generalsekretär hob hervor, dass zahlreiche Länder – darunter Kambodscha, die Elfenbeinküste, El Salvador, Liberia, Namibia, Mosambik, Sierra Leone und Timor-Leste – mit Unterstützung von UN-Friedensmissionen dauerhaften Frieden erreicht haben.
Friedenssicherung für die Zukunft reformieren
Die Berliner Ministerialkonferenz verbindet politischen Dialog mit konkreten Zusagen und zielt darauf ab, Ausbildung, Technologie und Kapazitätsaufbau in UN-Friedenseinsätzen zu stärken. Sie bietet den Mitgliedstaaten eine Plattform, um politisches Engagement zu bekräftigen, konkrete Beiträge zu leisten und die Zukunft der Friedenssicherung mitzugestalten.
Guterres forderte die Delegierten auf, sich den aktuellen Grenzen der Friedenssicherung zu stellen. Er mahnte: Friedenseinsätze seien „nur so wirksam wie die Mandate, die sie leiten, und können in Situationen Schwierigkeiten haben, in denen politische Unterstützung sowie klar definierte Ziele und Lösungen fehlen oder schwer zu fassen sind.“
Zudem wies er auf zunehmende Spannungen innerhalb der internationalen Gemeinschaft hin: Es gebe zunehmend unterschiedliche Auffassungen darüber, wie friedenserhaltende Maßnahmen funktionieren sollten, unter welchen Umständen, mit welchen Mandaten und für wie lange sie eingesetzt werden sollten, erklärte Guterres. „Und wir stehen überall vor dramatischen finanziellen Engpässen.
Guterres benannte drei vorrangige Reformbereiche: Friedenseinsätze sollen zukunftsfähig gestaltet, anpassungsfähiger und flexibler werden – auch im Ressourceneinsatz – und mit starken, verlässlichen und nachhaltigen Beiträgen unterlegt sein. All dies müsse durch politische Unterstützung abgesichert werden. „Ohne eine politische Lösung können Friedensoperationen keinen Erfolg haben“, mahnte er.
Zudem betonte er den Wert der Friedenssicherung als globales öffentliches Gut: „ Mit einem Budget, das von allen 193 Mitgliedstaaten geteilt wird und nur einen winzigen Bruchteil der weltweiten Militärausgaben ausmacht – etwa ein halbes Prozent – bleibt die Friedenssicherung der Vereinten Nationen eines der wirksamsten und kosteneffizientesten Instrumente zur Schaffung von internationalem Frieden und Sicherheit.“
Abschließend bekräftigte Guterres die Dringlichkeit internationaler Zusammenarbeit: „Die Welt braucht die Vereinten Nationen,“ sagte er. „ Und die Vereinten Nationen brauchen eine Friedenssicherung, die für die Realitäten von heute und die Herausforderungen von morgen bestens gerüstet ist.“
Verfolgen Sie die Ministerialkonferenz auf UN Web TV:
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