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COP30: Baerbock sieht 3,6 Milliarden Menschen von Klimakrise bedroht

Die Präsidentin der Generalversammlung, Annalena Baerbock, hat die Klimakrise als „größte Bedrohung unserer Zeit“ bezeichnet – ungeachtet der zahlreichen bewaffneten Konflikte weltweit.

Bei ihrem Besuch der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belémerklärte sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass etwa 3,6 Milliarden Menschen – nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung – bereits heute massiv von den Klimawandelfolgen betroffen seien. Dürreperioden, Überflutungen, Extremtemperaturen und zunehmende Nahrungsmittelknappheit würden einen „Teufelskreis aus Hunger, Armut, Vertreibung, Instabilität und Konflikten“ verstärken.

Die ehemalige Außenministerin, die Deutschland jahrelang bei Klimaverhandlungen vertrat, räumt ein: „Ohne Frage gab es schon mal einfachere geopolitische Zeiten für den Klimaschutz.“ Dennoch betont sie die Alternativlosigkeit internationaler Zusammenarbeit: „Denn dem Klima ist es egal, ob man wissenschaftliche Fakten leugnet, und CO₂ macht nicht an Grenzen halt.“