Der Generalsekretär
Botschaft zum Welttag der Pressefreiheit
3. Mai 2026
Es heißt oft, dass das erste Opfer im Krieg die Wahrheit ist.
Doch viel zu oft sind die ersten Opfer die Journalistinnen und Journalisten, die alles aufs Spiel setzen, um wahrheitsgetreu zu berichten – nicht nur im Krieg, sondern überall, wo Machthaber einen prüfenden Blick scheuen.
Auf der ganzen Welt riskieren Medienschaffende Zensur, Überwachung, juristische Schikane oder sogar ihr Leben.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Journalistinnen und Journalisten, die in Kriegsgebieten getötet und oft gezielt angegriffen wurden, stark gestiegen.
Fünfundachtzig Prozent der an Journalistinnen und Journalisten begangenen Verbrechen werden nicht untersucht und bestraft – ein unannehmbares Maß an Straflosigkeit.
Auch wirtschaftlicher Druck, neue Technologien und aktive Manipulation setzen die Pressefreiheit unter beispiellosen Druck.
Wenn der Zugang zu verlässlichen Informationen untergraben wird, macht sich Misstrauen breit.
Wenn die öffentliche Debatte verzerrt wird, schwächt das den sozialen Zusammenhalt.
Wird der Journalismus untergraben, wird es viel schwieriger, Krisen zu verhindern und zu bewältigen.
Alle Freiheiten hängen von der Pressefreiheit ab.
Ohne sie gibt es keine Menschenrechte, keine nachhaltige Entwicklung – und keinen Frieden.
Nützen wir den diesjährigen Welttag der Pressefreiheit, um die Rechte der Journalistinnen und Journalisten zu schützen und eine Welt zu schaffen, in der die Wahrheit und diejenigen, die darüber berichten, sicher sind.
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