Sachverständige der Vereinten Nationen haben sich kritisch zum Umgang mit den Akten des Sexualstraftäters Epstein geäußert. Die Sonderbeauftragte für Gewalt gegen Frauen und Mädchen, Alsalem, forderte im Namen auch weiterer Experten in Genf die vollständige Offenlegung der Informationen unter gleichzeitiger Wahrung des Opferschutzes.
Niemand sei zu reich oder zu mächtig, um über dem Gesetz zu stehen. Jede Straffreiheit für Täter sei inakzeptabel, ebenso seien Verjährungsfristen aufzuheben. Auch sei der Rücktritt von belasteten Personen allein kein Ersatz für strafrechtliche Konsequenzen. Weiter hieß es, die Handlungen erreichten in ihrem systematischen Charakter teils die Schwelle zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Erforderlich sei zudem eine unabhängige und gründliche Untersuchung darüber, wie solche Verbrechen über so lange Zeit hätten begangen werden können.
