UN-Generalsekretär António Guterres hat in seiner Botschaft zum heutigen Welttag der Aufklärung über Autismus dazu aufgerufen, sich erneut für eine gleichberechtigte und inklusive Welt einzusetzen.
Integrative Maßnahmen und Praktiken können weltweit positive Veränderungen für autistische Menschen bewirken und zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beitragen, betont Guterres in seiner Botschaft.
Er wies darauf hin, dass Menschen mit Autismus häufig von Isolation, Stigmatisierung und Ungleichheit betroffen seien. „Ihnen werden Gesundheitsversorgung und Bildung verweigert – insbesondere in Krisenzeiten.“ Zudem werde ihre Rechtsfähigkeit oft nicht anerkannt oder außer Kraft gesetzt.
Diese Diskriminierung verstoße sowohl gegen das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen als auch gegen das zentrale Prinzip der Nachhaltigkeitsziele, niemanden zurückzulassen. „Das muss sich ändern“, forderte Guterres.
„Die Regierungen müssen Rechtsvorschriften und politische Maßnahmen erlassen, die Gleichheit garantieren und die volle Teilhabe von Menschen mit Autismus an der Gesellschaft fördern. Um Menschen mit Autismus die gleichen Erfolgschancen zu ermöglichen, brauchen wir inklusive Gesundheits- und Bildungssysteme, Arbeitsumgebungen und eine inklusive Stadtplanung“, forderte er.
Die Vereinten Nationen engagieren sich seit ihrer Gründung für die Rechte und das Wohlergehen von Menschen mit Behinderungen – einschließlich der Rechte von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Entwicklungsstörungen.
Ein bedeutender Meilenstein war das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, das 2008 in Kraft trat. Es bekräftigt das universelle Prinzip der Menschenrechte für alle und setzt sich für Inklusion und Gleichberechtigung ein.
Ebenfalls 2008 erklärte die UN-Generalversammlung den 2. April einstimmig zum Welttag der Aufklärung über Autismus. Ziel dieses Tages ist es, die Sichtbarkeit und Lebensqualität von Menschen mit Autismus zu verbessern und ihre vollständige gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.