Vom 30. Juni bis 3. Juli werden sich in Sevilla, Spanien, eine Vielzahl hochrangiger Akteure zur Internationalen Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FFD4) versammeln. Staats- und Regierungschefs, Vertreter internationaler Organisationen, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Gruppen sowie die Vereinten Nationen beraten über Wege aus der aktuellen Finanzierungskrise, die den Fortschritt bei den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) gefährdet.
Ziel der Konferenz ist es, einen erneuerten globalen Finanzierungsrahmen zu schaffen, der den Zugang zu Kapital insbesondere für Länder des globalen Südens erleichtert – und das zu geringeren Kosten. Die Teilnehmer sehen in der Veranstaltung eine entscheidende Chance, die internationale Finanzarchitektur im Sinne einer gerechteren und nachhaltigeren Entwicklung neu auszurichten.
Die Tagung findet vor dem Hintergrund wachsender Haushaltskürzungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit statt. Diese finanziellen Einschnitte haben die Aufmerksamkeit für die Konferenz geschwächt – und verdeutlichen die Herausforderungen, mit denen insbesondere ärmere Länder konfrontiert sind. Eva Granados, Spaniens Staatssekretärin für internationale Zusammenarbeit und Vertreterin der gastgebenden Regierung, unterstreicht dennoch die Bedeutung globaler Solidarität: „Trotz gegenteiliger Anzeichen ist die internationale Zusammenarbeit lebendig – und sie nützt uns allen.“
Seit Jahrzehnten gilt die Unterstützung der am wenigsten entwickelten Länder (LDCs) als gemeinsames Interesse der internationalen Gemeinschaft – sowohl aus moralischer Verantwortung als auch im Sinne stabiler, nachhaltiger globaler Entwicklung. Die FFD4 will nun konkrete Schritte einleiten, um diese Prinzipien mit neuem Leben zu füllen.
