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Klimagipfel in Brasilien: Beschluss ohne Zeitplan für Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas

Gegen Ende der Weltklimakonferenz in Brasilien haben sich die Vertreter von rund 190 Ländern auf einen Abschlusstext verständigt.

Das Dokument enthält anders als von der EU gefordert keinen Fahrplan für den globalen Ausstieg aus fossilen Energien. Gegen ein solches Vorhaben hatten sich insbesondere Ölstaaten wie Saudi-Arabien gestellt, aber auch China wollte nicht mitziehen. Die brasilianische Präsidentschaft strebt nun ein Programm auf freiwilliger Basis an. Dabei sollen auch Maßnahmen gegen die Zerstörung von Wäldern berücksichtigt werden.
Die Delegierten einigten sich unter anderem auf eine Initiative, die ärmere Länder dabei unterstützen soll, ihre nationalen Klimaziele und die Beschlüsse früherer Konferenzen beschleunigt umzusetzen.
Brasiliens Staatschef da Silva wertete die Einigung als Sieg für den Multilateralismus. Aus Sicht von UNO-Generalsekretär Guterres hat die Konferenz nicht alles erreicht, was notwendig ist. EU-Klimakommissar Hoekstra sagte, die EU hätte sich im Ergebnis mehr Ambitionen gewünscht.