08.04.2025
Die humanitäre Krise in Gaza hat sich nach Einschätzung mehrerer UN-Hilfsorganisationen durch die israelische Blockade und Bombardierungen dramatisch verschärft.
In einer gemeinsamen Erklärung warnten die Leitungen mehrerer UN-Hilfsorganisationen: „Wir erleben in Gaza Kriegsakte, die eine völlige Missachtung menschlichen Lebens zeigen.“
Gefangen, ausgehungert und bombardiert.
Über 2,1 Millionen Menschen in Gaza haben keinen sicheren Zufluchtsort. Seit Israels Entscheidung vom 2. April, jegliche humanitäre und kommerzielle Lieferungen zu stoppen, verschlechtert sich die Versorgungslage rapide.
UNICEF erklärte, dass es 21 Behandlungszentren für unterernährte Kinder schließen musste, da Evakuierungsbefehle und Kämpfe deren Betrieb unmöglich machten.
Babynahrung ist fast vollständig aufgebraucht – nur noch für 400 Kinder reicht die Milch für einen Monat. UNRWA und das Welternährungsprogramm warnen: Lagerbestände schrumpfen, Bäckereien schließen, Lebensmittelpreise steigen drastisch.
Die Vereinten Nationen fordern dringend, die Zivilbevölkerung zu schützen, Hilfe zu ermöglichen, Geiseln freizulassen und eine Waffenruhe zu erneuern.
Währenddessen meldeten Gazas Gesundheitsbehörden am Wochenende mindestens 32 weitere Todesopfer, darunter zahlreiche Frauen und Kinder.