Der Petersberger Klimadialog (PCD) 2ß25 findet am 25. und 26. März in Berlin statt und widmet sich den Vorbereitungen für die UN-Klimakonferenz (COP30). Diese wird im selben Jahr in Belém, Brasilien, abgehalten – einer Stadt, die oft als „Tor zum Amazonas“ bezeichnet wird.
2025 ist ein Jahr der Klima-Jubiläen. Es markiert zehn Jahre des Pariser Abkommens, 20 Jahre des Kyoto-Abkommens und 30 Jahre internationale Klimakonferenzen. Die erste Klimakonferenz selbst fand interessanterweise auch in Berlin statt: 1995 unter der damaligen Umweltministerin Angela Merkel.
Der Petersberger Klimadialog dient als jährliche Plattform für informelle, hochrangige politische Diskussionen, die sich darauf konzentrieren, die internationalen Klimaverhandlungen voranzutreiben, die Klimadiplomatie zu stärken und konkrete Klimaschutzmaßnahmen zu fördern.
Von den entlegensten kleinen Inselstaaten bis zu den wirtschaftsstarken G20-Staaten kommen Vertreter aus rund 40 Ländern auf Einladung der deutschen Außenministerin Annalena Baerbock und des designierten COP30-Präsidenten, Botschafter André Corrêa do Lago aus Brasilien, für die nächsten zwei Tage in Berlin zusammen.
Nationale Klimapläne
Der Exekutivsekretär des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC), Simon Stiell, betonte in einer wichtigen Rede im vergangenen Monat bei seinem Besuch im COP30-Gastgeberland Brasilien, wie wichtig es sei, dass die Länder starke Nationale Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) vorlegen und beschrieb die wichtigsten politischen Prioritäten des UNFCCC für dieses Jahr. NDCs sind die Bemühungen jedes Landes, die nationalen Emissionen zu reduzieren und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.
Während die Europäische Union ihren nächsten Klimaplan für die Einreichung im Vorfeld der COP30 vorbereitet, forderte UN-Klimachef Simon Stiell die Länder auf, ihre Ambitionen zu erhöhen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.
„Nationale Klimapläne – in unserem Fachjargon Nationally Determined Contributions – sind von entscheidender Bedeutung. Wir haben bereits gesehen, dass mehrere große Volkswirtschaften – darunter Brasilien und das Vereinigte Königreich – klare Signale aussenden, dass sie ihre Klimaschutzmaßnahmen verstärken wollen, indem sie mutige neue Klimaschutzpläne vorlegen, weil dies ganz im Interesse ihrer Wirtschaft und ihrer Bürger ist“, sagte Stiell. „Da diese nationalen Pläne zu den wichtigsten politischen Dokumenten gehören, die Regierungen in diesem Jahrhundert erstellen werden, sollte ihre Qualität an erster Stelle stehen.“
Klimakonferenz 2025 mit Symbolkraft
Jedes Jahr hat der neue Präsident der nächsten UN-Klimakonferenz beim Petersberger Klimadialog seinen ersten großen Auftritt auf internationalem Parkett. Der designierte brasilianische Diplomat André Corrêa do Lago aus Brasilien wird die mit besonderer Symbolkraft versehene COP30-Präsidentschaft führen.
Mit Belém im Amazonasgebiet richtet Brasilien als Gastgeber die Konferenz mitten in einem Brennpunkt der Klimakrise aus. Die Konferenz in Brasilien ist aber auch aus einem anderen Grund von Bedeutung. Die Entscheidung, künftig weltweite Klimakonferenzen abzuhalten, fiel erstmals 1992 auf dem „Erdgipfel“ in Rio de Janeiro – und damit ebenfalls in Brasilien.
Hintergrundinformationen
Der erste Petersberger Klimadialog wurde von der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufen, um den Dialog zwischen Staats- und Regierungschefs und Umweltministern nach den schwierigen Verhandlungen auf der UN-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen (COP15) zu verbessern. Sie wurde im Hotel Petersberg auf dem Petersberg in der Nähe von Bonn abgehalten – dem Sitz des UNFCCC. In den folgenden Jahren wurde die Konferenz in Berlin abgehalten. Ziel ist es, gemeinsame Lösungen für die dringendsten globalen Herausforderungen im Bereich des Klimawandels zu finden und den politischen Konsens über die Umsetzung ehrgeiziger Klimaziele zu stärken.

