Vereinte Nationen · Nachhaltige Entwicklung
Nachhaltige Entwicklung: Was sie bedeutet und welche Rolle die Vereinten Nationen spielen
Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Teilhabe und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Ziel ist eine Zukunft, in der Menschen heute gut leben können, ohne die Chancen künftiger Generationen zu gefährden.
Grundidee
Was bedeutet nachhaltige Entwicklung?
Nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Menschen heute zu erfüllen und gleichzeitig die Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten künftiger Generationen zu bewahren.
Dafür müssen wirtschaftliche Entwicklung, soziale Teilhabe und Umweltschutz gemeinsam betrachtet werden. Fortschritt in einem Bereich darf nicht dauerhaft auf Kosten eines anderen entstehen.
Für die Vereinten Nationen ist nachhaltige Entwicklung deshalb ein integrierter Ansatz: Entscheidungen sollen Wohlstand und Chancen schaffen, Ungleichheiten verringern, Menschenrechte achten und die natürlichen Lebensgrundlagen schützen.
Entwicklung ist nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.
Zusammen denken
Die drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung
Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt sind eng miteinander verbunden. Nachhaltige Lösungen berücksichtigen alle drei Dimensionen und ihre Wechselwirkungen.
Wirtschaft
Eine nachhaltige Wirtschaft schafft menschenwürdige Arbeit und Chancen, fördert Innovation und nutzt Ressourcen effizient und verantwortungsvoll.
Gesellschaft
Menschen sollen Zugang zu Gesundheit, Bildung, sozialer Sicherheit, gleichen Chancen und gesellschaftlicher Teilhabe haben.
Umwelt
Klima, Biodiversität, Wasser, Böden, Meere und andere natürliche Ressourcen müssen geschützt und nachhaltig genutzt werden.
Niemanden zurücklassen
Ein Leitprinzip der Agenda 2030 ist, dass Fortschritt allen Menschen zugutekommen soll. Besonders berücksichtigt werden Menschen und Gruppen, die von Armut, Ausgrenzung, Diskriminierung oder Krisen besonders betroffen sind.
Globale Zusammenarbeit
Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen?
Die Förderung wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts gehört seit der Gründung der Vereinten Nationen zu ihren zentralen Aufgaben.
Heute unterstützen die Vereinten Nationen Staaten und Gesellschaften dabei, gemeinsame Lösungen für miteinander verbundene Herausforderungen zu entwickeln – von Armut und Hunger über Gesundheit, Bildung und Gleichstellung bis hin zu Klima, Biodiversität, Frieden und widerstandsfähigen Institutionen.
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Gemeinsame Rahmen schaffenMitgliedstaaten vereinbaren Ziele, Prinzipien und internationale Aktionsrahmen.
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Internationale Zusammenarbeit ermöglichenDie UN bringen Regierungen, Organisationen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen.
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Daten und Wissen bereitstellenUN-Organisationen erheben Daten, veröffentlichen Analysen und unterstützen evidenzbasierte Entscheidungen.
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Länder bei der Umsetzung unterstützenProgramme und Fachorganisationen helfen beim Aufbau von Kapazitäten, Strategien und widerstandsfähigen Strukturen.
Entwicklung des globalen Rahmens
Von den Millenniumsentwicklungszielen zur Agenda 2030
Die Agenda 2030 baut auf früheren internationalen Entwicklungszielen auf und erweitert den Ansatz auf alle Länder sowie auf soziale, wirtschaftliche und ökologische Fragen.
Millenniumsentwicklungsziele
Acht globale Ziele konzentrierten sich unter anderem auf extreme Armut, Hunger, Bildung, Gesundheit und internationale Entwicklungszusammenarbeit.
Agenda 2030
Alle Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung als universellen globalen Rahmen.
Gemeinsamer Zielhorizont
Die 17 Ziele und ihre Zielvorgaben geben Orientierung für Fortschritte in allen drei Dimensionen nachhaltiger Entwicklung.
Agenda 2030
Die 17 Ziele machen nachhaltige Entwicklung konkret
Die Agenda 2030 übersetzt das Leitbild nachhaltiger Entwicklung in einen gemeinsamen Handlungsrahmen. Die Sustainable Development Goals sind integriert, unteilbar und gelten für alle Länder.
Zusammenhänge verstehen
Nachhaltige Entwicklung betrifft viele Lebensbereiche
Globale Herausforderungen wirken zusammen. Deshalb verbindet nachhaltige Entwicklung ökologische, soziale, wirtschaftliche und institutionelle Fragen.
Klima und Umwelt
Klimaschutz, Biodiversität und ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Voraussetzungen für langfristige Entwicklung.
Klimawandel verstehenArmut und soziale Teilhabe
Nachhaltige Entwicklung soll Lebensbedingungen verbessern, Chancen schaffen und soziale Sicherheit und Teilhabe stärken.
Ziel 1: Keine ArmutGesundheit und Bildung
Gesundheit, Bildung und lebenslanges Lernen verbessern individuelle Chancen und stärken Gesellschaften nachhaltig.
Zu den 17 ZielenGleichstellung
Die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen sind grundlegende Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung.
Ziel 5: GeschlechtergleichheitFrieden und starke Institutionen
Friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften schaffen Bedingungen, unter denen Entwicklung dauerhaft Bestand haben kann.
Frieden und SicherheitResilienz und Krisenvorsorge
Vorsorge und widerstandsfähige Strukturen helfen, Menschen zu schützen und Entwicklungsfortschritte auch in Krisen zu sichern.
SDGs und ResilienzGemeinsame Verantwortung
Wer arbeitet im UN-System an nachhaltiger Entwicklung?
Nachhaltige Entwicklung ist eine Querschnittsaufgabe des gesamten Systems der Vereinten Nationen. Verschiedene Organisationen bringen unterschiedliche Fachkenntnisse und Mandate ein.
Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten
UN DESA unterstützt die internationale Zusammenarbeit und begleitet die globale Umsetzung und Überprüfung der Agenda 2030.
UN Sustainable DevelopmentEntwicklungsprogramm der Vereinten Nationen
UNDP unterstützt Länder bei Entwicklungsstrategien, Armutsbekämpfung, Governance, Krisenresilienz, Klimaschutz und der Umsetzung der SDGs.
UNDPUmweltprogramm der Vereinten Nationen
UNEP stärkt internationale Zusammenarbeit zu Umweltfragen und unterstützt Lösungen für Klima, Natur, Verschmutzung und Ressourcenschutz.
UNEPPartnerschaften
Nachhaltige Entwicklung gemeinsam gestalten
Globale Ziele können nicht von einer einzelnen Organisation oder einem einzelnen Land erreicht werden. Nachhaltige Entwicklung braucht Zusammenarbeit auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene.
Die Agenda 2030 schafft dafür einen gemeinsamen Bezugsrahmen und verbindet öffentliche Politik, gesellschaftliches Engagement, Wissen, Innovation und Finanzierung.
- Regierungen
- Städte & Gemeinden
- UN & internationale Organisationen
- Zivilgesellschaft
- Wissenschaft & Bildung
- Wirtschaft & Finanzsektor
Vertiefen
Weiterführende Informationen
Offizielle UN-Quellen und UNRIC-Themenseiten bieten vertiefende Informationen zur Agenda 2030, zu den SDGs und zu zentralen Aufgaben der Vereinten Nationen.
Kurz erklärt
Häufige Fragen zur nachhaltigen Entwicklung
Was versteht man unter nachhaltiger Entwicklung?
Nachhaltige Entwicklung erfüllt die Bedürfnisse der Menschen heute, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Sie verbindet wirtschaftliche Entwicklung, soziale Teilhabe und Umweltschutz.
Welche drei Dimensionen hat nachhaltige Entwicklung?
Die drei miteinander verbundenen Dimensionen sind Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Nachhaltige Politik berücksichtigt ihre Wechselwirkungen und sucht Lösungen, die langfristig tragfähig sind.
Was hat nachhaltige Entwicklung mit den 17 Zielen zu tun?
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind Teil der Agenda 2030. Sie übersetzen das Leitbild nachhaltiger Entwicklung in konkrete globale Ziele und 169 Zielvorgaben.
Was ist die Agenda 2030?
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet. Sie ist ein universeller Handlungsrahmen für Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaften.
Welche Rolle spielen die Vereinten Nationen bei nachhaltiger Entwicklung?
Die Vereinten Nationen schaffen internationale Rahmenbedingungen, fördern Zusammenarbeit, stellen Daten und Fachwissen bereit und unterstützen Länder bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsziele.
Gilt die Agenda 2030 nur für Entwicklungsländer?
Nein. Die Agenda 2030 ist universell und gilt für alle Länder. Jedes Land trägt Verantwortung dafür, Fortschritte bei den 17 Zielen zu erreichen und zur globalen Zusammenarbeit beizutragen.