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Nachhaltige Entwicklung fördern

Seit der Entstehung der Vereinten Nationen 1945 war es eine der Prioritäten „eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen“.

Die Verbesserung des Wohlbefindens der Menschen bleibt nach wie vor eine der Hauptanliegen der UN. Das globale Verständnis von Entwicklung hat sich über die Jahre verändert und Länder sind sich heute einig, dass nachhaltige Entwicklung – eine Entwicklung, die Wohlstand und wirtschaftliche Möglichkeiten, soziales Wohlbefinden und Umweltschutz fördert – den besten Weg bietet, um das Leben von Menschen überall auf der Welt zu verbessern.

Die Milleniumsentwicklungsziele

Im September 2000 verpflichteten Staats- und Regierungschefs ihre Länder dazu, bis 2015 die acht Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) zu erreichen. Diese Ziele reichten von der Bekämpfung extremer Armut bis zur Eindämmung von HIV/AIDS und dem universellen Zugang zu primärer Bildung. Zum Beispiel ist es der Weltgemeinschaft in den 15 Jahren gelungen, extreme Armut zu halbieren.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

In Anbetracht des großen Erfolgs der MDGs und der Notwendigkeit, den Kampf gegen die Armut auch nach 2015 weiterzuführen, haben die UN-Mitgliedstaaten auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im September 2015 die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Die Agenda 2030 umfasst 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die bis zum Jahr 2030 gemeinsam erreicht werden sollen.

Aktuelle Nachrichten

Klimawandel

Der Klimarat der UN (UN’s Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) warnt vor den wachsenden, vom Klimawandel ausgehenden Gefahren und betont die Dringlichkeit, mit der nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen, um den Anstieg der Treibhausgasemissionen zu stoppen. Bereits jetzt sind die Auswirkungen des Klimawandels weltweit spürbar – in Form eines steigenden Meeresspiegels, schmelzender Gletscher und extremer Wetterverhältnisse. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen den Klimawandel. Die UN unterstützen klimawissenschaftliche Untersuchungen, Verhandlungen zu UN-Klimaabkommen und Länder und Gemeinden, um Emissionen zu reduzieren und Klima-Resilienz zu stärken. Auf dem Weltklimagipfel in Paris 2015 einigten sich die Mitgliedstaaten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UN Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) auf das Pariser-Klimaabkommen, in welchem die Unterzeichnerstaaten sich das Ziel gesetzt haben, den globalen Temperaturanstieg auf unter zwei Grad zu begrenzen.

Katastrophen-Risikominderung

Katastrophen können innerhalb weniger Sekunden ganze Gemeinden zerstören. Daher muss Resilienzstärkung im Zentrum nachhaltiger Entwicklungförderung stehen. Das Büro der Vereinten Nationen für die Verringerung des Katastrophenrisiko (UNDRR) arbeitet mit Regierungen und anderen Akteuren zusammen, um den Verlust von Leben und Eigentum als Folge von Katastrophen zu verringern. Bei einer Konferenz in Japan 2015, nahe der von einem Erdbeben und Tsunami getroffenen Region, wurde der Sendai-Rahmen für Katastrophenvorsorge 2015-2030 beschlossen. Mehr Infomationen finden Sie auf dem Portal für Katastrophen-Risikominderung https://www.preventionweb.net/english/

Geschlechtergleichheit und die Stärkung von Frauen und Mädchen

Auch wenn mit den MDGs und derzeit mit den SDGs schon viel für die Gleichstellung der Geschlechter erreicht wurde, leiden Frauen und Mädchen überall auf der Welt nach wie vor unter Diskriminierung und Gewalt. Geschlechtergleichheit ist nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch notwendige Grundlage für eine friedliche, wohlhabende und nachhaltige Welt. UN Women hat es sich zum Ziel gesetzt, die Diskriminierung von Frauen und Mädchen zu beenden, alle Frauen zu stärken und die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Bezug auf ihre Teilnahme und Teilhabe an Entwicklung, Menschenrechten, humanitärer Hilfe und Frieden & Sicherheit zu erreichen.

Welche UN-Büros und Programme beschäftigen sich mit Entwicklung?

Die UN-Abteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten (DESA) arbeitet eng mit Regierungen und Interessenvertretern zusammen, um Ländern auf der ganzen Welt dabei zu helfen, ihre wirtschaftlichen, sozialen und Umweltziele zu erreichen. Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) arbeitet mit Menschen aller gesellschaftlichen Schichten zusammen, um Staaten und Gesellschaften krisenresistent zu machen und wirtschaftliches Wachstum so gestalten, dass alle Menschen davon profitieren. Viele UN-Sonderorganisationen beschäftigen sich mit spezifischen Entwicklungsthemen, wie zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), das Kinderhilfswerk (UNICEF), die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

Welche UN-Organe fördern Entwicklung?

Der Zweite Ausschuss (Wirtschafts- und Finanzfragen) der Generalversammlung beschäftigt sich mit Themen wie wirtschaftlichem Wachstum, Siedlungen, Armutsbekämpfung, Globalisierung und Informations- und Kommunikationstechnologien.