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UN fordern Schutz für Frauen und Mädchen nach Erdbeben in Myanmar

© UNICEF/Nyan Zay Htet

Die schweren Erdbeben, die am Freitag Myanmar erschütterten, haben nicht nur zahlreiche Opfer gefordert und massive Zerstörungen verursacht, sondern auch bestehende geschlechtsspezifische Ungleichheiten verschärft. Millionen Frauen und Mädchen sind nun einem erhöhten Risiko ausgesetzt, warnten UN-Hilfsorganisationen am Mittwoch.

Während die Nothilfe nur langsam ankomme, steige die Gefahr von geschlechtsspezifischer Gewalt und Ausbeutung – insbesondere für Frauen und Mädchen, die bereits durch jahrelangen Konflikt, Vertreibung und wirtschaftliche Instabilität gefährdet waren, so eine von den Vereinten Nationen geleitete Koalition, die auf die Krise reagiert.

Die „Gender in Humanitarian Action Working Group“, die von UN Women und dem UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) geleitet wird, setzt sich für gezielte Schutzmaßnahmen in der Region ein.

„Mädchen sind besonders bedroht, vor allem wenn sie von ihren Familien getrennt wurden oder in überfüllten Notunterkünften ohne angemessene Privatsphäre leben“, erklärte die Koalition und betonte die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen.

Besondere Sorge gilt unbegleiteten oder von ihren Familien getrennten Kindern. „Angesichts der vielen verletzten oder getöteten Betreuungspersonen sind umgehende Maßnahmen notwendig, um diese Kinder zu identifizieren, zu schützen und mit ihren Familien wieder zusammenzuführen“, so die Koalition weiter.

Berichte über vorübergehenden Waffenstillstand

Parallel zu den Hilfsbemühungen berichten Nachrichtenagenturen, dass Myanmars Militärjunta eine vorübergehende Waffenruhe vom 2. bis 22. April angekündigt habe, um Rettungs- und Hilfseinsätze zu erleichtern.

Myanmar steckt seit dem Putsch des Militärs im Jahr 2021 in einer tiefen Krise. Die Tatmadaw – wie die Streitkräfte des Landes genannt werden – stürzte damals die demokratisch gewählte Regierung, setzte Präsident Win Myint und Staatsrätin Aung San Suu Kyi ab und inhaftierte führende politische Persönlichkeiten.