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UN-Generalsekretär Guterres: „Es ist an der Zeit, unsere Zukunft zu finanzieren und den Kurs zu ändern“

In einem eindringlichen Appell an die internationale Staatengemeinschaft hat UN-Generalsekretär António Guterres am Montag am Eröffnungstag der Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FFD4) in Sevilla zu entschlossenem Handeln aufgerufen. Angesichts globaler Krisen forderte er Investitionen in Billionenhöhe zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs).

„Wir sind hier in Sevilla, um den Kurs zu ändern“, sagte Guterres vor nahezu 60 Staats- und Regierungschefs sowie Delegierten aus mehr als 150 Nationen. Ziel müsse es sein, die Finanzierungslücke von vier Billionen US-Dollar zu schließen, die Entwicklungsländer dringend benötigen, um die SDGs umzusetzen und „eine bessere Welt für alle zu schaffen“.

Der UN-Chef betonte die wachsenden Hürden auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung. Internationale Zusammenarbeit stehe „massivem Gegenwind“ gegenüber. Auch der Multilateralismus selbst gerate zunehmend unter Druck, während das Vertrauen zwischen Nationen und Institutionen schwinde. „Die Welt steht in Flammen, erschüttert von Ungleichheiten, Klimachaos und wütenden Konflikten.“ Die Finanzierung, die er als „Motor der Entwicklung“ bezeichnete, gerate ins Stocken: „Im Moment stottert dieser Motor.“

Rund zwei Drittel der 2015 vereinbarten SDGs seien derzeit deutlich vom Kurs abgekommen, so Guterres. „Wir sind hier in Sevilla, um den Kurs zu ändern. Wir sind hier in Sevilla, um den Entwicklungsmotor zu reparieren und anzukurbeln, um die Investitionen in dem erforderlichen Umfang und Tempo zu beschleunigen“, bekräftigte er.

Ein zentrales Ergebnis der Konferenz sei die sogenannte „Verpflichtung von Sevilla“, die am Montag angenommen wurde. Sie gilt als „globales Versprechen“ an die am wenigsten entwickelte Länder, ihnen beim Aufstieg auf der Entwicklungsleiter zu helfen. Die Vereinigten Staaten blieben der Annahme fern – sie hatten sich bereits Anfang des Monats aus dem Prozess zurückgezogen.