Die israelischen Angriffe auf den Libanon mit mehr als 180 Toten haben scharfe Kritik hervorgerufen.
UN-Generalsekretär Guterres erklärte, er sei zutiefst alarmiert über die steigende Zahl ziviler Opfer. UN-Menschenrechtskommissar Türk sagte, ein solches Blutbad, nur wenige Stunden nach der Vereinbarung des Waffenstillstands mit dem Iran, sei kaum zu fassen. Frankreichs Präsident Macron sagte nach einem Telefonat mit dem libanesischen Präsidenten Aoun und Premierminister Salam, er verurteile die israelischen Angriffe auf das Schärfste.
Der Iran drohte mit Vergeltung und warf Israel vor, den Waffenstillstand zu verletzen. Die USA und Israel erklärten dagegen, der Libanon sei von der Vereinbarung ausgenommen, der Krieg gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah gehe weiter. Die iranische Agentur Tasnim meldete, der Iran werde sich aus der Feuerpause zurückziehen, sollten die Angriffe andauern. Die Hisbollah reagierte mit Raketenangriffen auf Nordisrael. Die Straße von Hormus blieb für Schiffe ohne Genehmigung vorerst gesperrt.