UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die jüngsten israelischen Angriffe auf das Nasser-Krankenhaus im südlichen Gazastreifen verurteilt.
„Der Generalsekretär verurteilt aufs Schärfste die Tötung von Palästinensern bei den heutigen israelischen Angriffen auf das Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis. Unter den Getöteten befanden sich neben Zivilisten auch medizinisches Personal und Journalisten“, heißt es in einer Erklärung, die von Guterres‘ Sprecher Stephane Dujarric veröffentlicht wurde.
„Diese jüngsten schrecklichen Taten verdeutlichen die extremen Risiken, denen medizinisches Personal und Journalisten bei ihrer lebenswichtigen Arbeit in diesem brutalen Konflikt ausgesetzt sind“, hieß es weiter.
Guterres bekräftigte den Schutz von „Zivilisten, einschließlich medizinischem Personal und Journalisten“ und forderte „eine rasche und unparteiische Untersuchung dieser Tötungen“.
Er wies ferner darauf hin, „dass medizinisches Personal und Journalisten ihre unverzichtbaren Aufgaben ohne Einmischung, Einschüchterung oder Gewalt in voller Übereinstimmung mit dem humanitären Völkerrecht wahrnehmen können müssen“.
„Der Generalsekretär bekräftigt seine Forderung nach einer sofortigen und dauerhaften Waffenruhe, ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in ganz Gaza und die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln“, heißt es in der Erklärung weiter.
Auf die Frage, ob Guterres etwas anderes tun könne, um die Rechenschaftspflicht für die vorsätzliche Tötung von Zivilisten und Journalisten sicherzustellen, sagte Dujarric während einer Pressekonferenz, dass „Rechenschaftspflicht an sich Zeit braucht“.
„Der Generalsekretär hat ohne ein entsprechendes legislatives Mandat nicht die Befugnis, eine internationale Untersuchung einzuleiten“, sagte er und forderte Israel auf, „mit den verschiedenen Mechanismen, die innerhalb der UN-Organisation existieren“, zusammenzuarbeiten, um Transparenz zu gewährleisten.
Dujarric merkte ferner an, dass Guterres „jede Initiative unterstützen wird, die dazu beiträgt, diesen Konflikt zu beenden, humanitäre Hilfe zu leisten, die Freilassung aller Geiseln zu erreichen und uns wieder auf den Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung zu bringen, egal wie weit diese noch entfernt sein mag.“

