07.04.2025
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat eine unabhängige Untersuchung des russischen Raketenangriffs auf die ukrainische Stadt Krywyj Rih gefordert, bei dem am Freitagabend 18 Menschen getötet wurden – darunter neun Kinder.
Laut der Erklärung des UN-Menschenrechtsbüros wurde ein Spielplatz in einem Wohngebiet getroffen. Es handelt sich um den tödlichsten einzelnen Vorfall mit betroffenen Kindern, der seit Beginn der russischen Invasion 2022 von den UN dokumentiert wurde.
Eine UN-Delegation besuchte am Folgetag den Ort, dokumentierte die Zerstörung und verifizierte die Identität der getöteten Kinder.
Türk sprach von einer „unvorstellbaren Grausamkeit“ und warf Russland vor, durch den Einsatz von Explosivwaffen in dicht besiedeltem Gebiet, bewusst ziviles Leben in Gefahr gebracht zu haben. „Wahllose Angriffe sind nach dem humanitären Völkerrecht verboten und können, sofern sie sich gezielt gegen Zivilisten richten, als Kriegsverbrechen gewertet werden“, so Türk.
Die UN fordern eine umfassende und unabhängige Aufklärung.