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UN-Prognose zur Weltbevölkerung 2080: Wachstum stagniert

Laut dem UN‑Bericht World Population Prospects 2024 dürfte die Weltbevölkerung bis in die 2080er Jahre auf etwa 10,3 Milliarden Menschen anwachsen. Danach wird mit einem leichten Rückgang gerechnet: Bis 2100 sollen noch rund 10,2 Milliarden Menschen auf dem Planeten leben. Die Vereinten Nationen schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Höhepunkt im laufenden Jahrhundert erreicht wird, auf 80 Prozent – eine deutliche Korrektur früherer Prognosen, die von einem späteren und höheren Maximum ausgingen.

Die Ursachen für die Trendwende liegen in sinkenden Geburtenraten. In mehr als der Hälfte aller Länder wird die sogenannte Erhaltungsmarke von 2,1 Kindern pro Frau nicht mehr erreicht. Besonders in bevölkerungsreichen Staaten wie China oder Südkorea liegt die Geburtenrate teils bei nur einem Kind. Der Bericht betont, dass dieser Rückgang Teil eines globalen demografischen Übergangs zu längerem Leben und kleineren Familien ist.

Bereits 63 Länder haben laut UN ihr Bevölkerungsmaximum überschritten, darunter China, Deutschland und Japan. Dort wird bis 2055 ein Rückgang um rund 14 Prozent erwartet. In weiteren 48 Staaten – darunter Brasilien und Türkei – steht der Wendepunkt bis 2054 bevor. Dagegen verzeichnen viele Länder Afrikas weiterhin starkes Wachstum: Nigeria, Somalia und Kongo könnten ihre Einwohnerzahlen bis 2054 verdoppeln.

Die Folgen dieser Entwicklung unterscheiden sich erheblich. Länder mit schrumpfender Bevölkerung stehen vor Herausforderungen im Arbeitsmarkt und der Altersversorgung. Regionen mit hohem Wachstum müssen dagegen Bildung, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung ausbauen. Migration, Gleichstellung und technologische Innovationen gelten laut UNO als Schlüsselfaktoren, um diesen demografischen Wandel abzufedern.