Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft.
123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution, die unter anderem auch die unentgeltliche und unverzügliche Rückgabe von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer fordert. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Deutschland enthielt sich. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Die Bewertung sei erfolgt, da der Handel mit versklavten Menschen aus Afrika rassistisch begründet gewesen sei und einen tiefgreifenden Bruch in der Weltgeschichte darstelle. Das Ausmaß sei gigantisch gewesen und die Folgen dauerten bis heute an, hieß es im Resolutionstext.
Vor allem zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurden mehrere Millionen Menschen in Afrika versklavt und nach Nord- und Südamerika und in die Karibik gebracht. Mit der Menschenrechtskonvention der UN wurde die Sklaverei 1948 weltweit verboten.
