Der Hunger in der Welt nimmt langsam ab. Diese positive Botschaft geht aus dem neuen Welthungerbericht hervor. Demzufolge sank der Anteil der chronisch Hungernden, also Unterernährten, an der Weltbevölkerung von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 8,5 Prozent im Jahr 2023 und weiter auf 8,2 Prozent im Jahr 2024. Ein stetiger Rückgang also. Allerdings: In Afrika und im Nahen Osten nimmt die Zahl wieder zu.
Die globale Ernährungskrise, ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie, die bis zu 95 Millionen Menschen in Armut stürzte, scheint vordergründig überwunden. Im ersten Pandemiejahr 2020 war die Hungerrate, die zuvor fast ein Jahrzehnt lang unter 8 Prozent lag, sprunghaft von 7,5 auf 8,5 Prozent gestiegen und erreichte 2022 ihren Höhepunkt.
Doch der Kampf gegen den Hunger steht wieder dort, wo er bereits vor 15 Jahren war. 8,2 Prozent Hungernde – diesen Wert erreichte die Welt bereits 2011. Absolut gesehen litten 2024 rund 673 Millionen Menschen an chronischem Hunger, nach einem Höchststand von 697 Millionen während der Pandemie – so viele wie seit 2007 nicht mehr.