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WHO erklärt Mpox-Virus zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite

© CDC/Cynthia S. Goldsmith, Russell Regnery

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat den Anstieg der Mpox-Fälle zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC) erklärt. Damit folgte er den Ratschlägen der Mitglieder bei der Sitzung des Notfallausschusses für internationale Gesundheitsvorschriften (IHR).

PHEIC ist die höchste Alarmstufe nach internationalem Gesundheitsrecht.

Mpox – früher Affenpocken – ist eine Viruserkrankung, die sich in vielen afrikanischen Ländern ausgebreitet hat, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und in den Nachbarländern Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda. Das Potenzial für eine weitere Ausbreitung in Afrika sei besorgniserregend, sagte der WHO-Chef.

„Neben anderen Ausbrüchen anderer Mpox-Gruppen in anderen Teilen Afrikas ist es klar, dass eine koordinierte internationale Reaktion unerlässlich ist, um diese Ausbrüche zu stoppen und Leben zu retten“, sagte Tedros in gestriger Sitzung der Weltgesundheitsorganisation.

In diesem Jahr seien bereits über 14.000 Fälle des Virus mit 524 Todesfällen gemeldet worden, was ein deutlicher Anstieg der gemeldeten Fälle gegenüber 2023 sei, so die WHO.

Regionale Reaktion der WHO

„Um diese Ausbrüche zu stoppen, ist eine maßgeschneiderte und umfassende Reaktion erforderlich, bei der wie immer die Gemeinden im Mittelpunkt stehen“, so Tedros zur Reaktion und Arbeit der Weltgesundheitsorganisation.

Die WHO stelle zum Beispiel Maschinen zur Verfügung, um Blutproben zu analysieren und Fälle von Mpox zu bestätigen und unterstütze Labore bei der Sequenzierung von Virusproben. Des weiteren sei die WHO in der „Unterstützung der Falluntersuchung und der Kontaktverfolgung vor Ort“ sowie in der Schulung von lokalen Mitarbeitern des Gesundheitswesens aktiv.

„Die WHO hat einen regionalen Reaktionsplan entwickelt, der zunächst 15 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Überwachungs-, Vorsorge- und Reaktionsaktivitäten erfordert“, so Tedros.

Diese Reaktion wurde mit 1,45 Millionen US-Dollar aus dem WHO-Notfallfonds finanziert. In den kommenden Tagen würden weitere Mittel freigegeben. Tedros appellierte an die Geberstaaten, mehr Unterstützung zu leisten.