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WMO: „Luftverschmutzung das größte Umweltrisiko unserer Zeit“

Climate Visuals/Anna Liminowicz

Luftverschmutzung verursacht jährlich mehr als 4,5 Millionen vorzeitige Todesfälle und hohe wirtschaftliche und ökologische Kosten. Das geht aus dem jährlichen Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) hervor, der in Genf veröffentlicht wurde. Luftverschmutzung sei „das größte Umweltrisiko unserer Zeit“, warnte die WMO.

Der Bericht zeigt die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Waldbränden und Luftverschmutzung. Die WMO spricht von einem Teufelskreis mit immer heftigeren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. So führe der Klimawandel zu immer mehr Waldbränden, wodurch immer mehr Feinstaubpartikel die Luft verschmutzten.

Feinstaub auch schlecht für die Landwirtschaft

Der Feinstaub ist laut WMO nicht nur gesundheitsschädigend für Menschen, sondern auch schlecht für die Landwirtschaft. Schadstoffe wie Stickstoffverbindungen, Schwefelverbindungen oder Ozon können sich auf der Erdoberfläche absetzen und belasteten die Natur. Berichte aus China und Indien legten nahe, dass Feinstaub Ernten in besonders belasteten Gegenden um 15 Prozent reduzieren können. Unter anderem komme durch Feinstaubablagerungen weniger Sonnenlicht auf Pflanzenblätter.

Die Landwirtschaft trage auch selbst zur Luftverschmutzung bei, weil beim Abbrennen von Feldern, dem Einsatz von Düngemitteln und der Lagerung und Verwendung von Dung Feinstaub entstehe.